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Gemeinsame Erklärung vom März 2007

Der Ministerpräsident des Freistaats Thüringen Dieter Althaus stattete vom 18. bis 20. März 2007 auf Einladung des Präsidenten des Regionalrats der Picardie Claude Gewerc der Partnerregion Picardie einen Besuch ab.

Anlass war die Vertiefung der seit 1994 bestehenden partnerschaftlichen Beziehungen im Geiste des deutsch-französischen Vertrages ( Elysée-Vertrag vom 22. Januar 1963) sowie die Evaluierung und Fortschreibung der in dem Gemeinsamen Kommunique vom 7. Februar 2003 vereinbarten Bereiche der Zusammenarbeit.

Der Thüringer Ministerpräsident dankt dem Präsidenten des Regionalrats der Picardie für seine großzügige Gastfreundschaft und lädt ihn zum Besuch der BUGA in Gera,/Ronneburg ein , die vom 27. April bis zum 14. Oktober 2OO7 stattfindet.

Beide Seiten haben sich im Gefolge ihrer Beratungen wie folgt verständigt:

Forschung/regenerative Energien

  • Beide Seiten zeigen großes Interesse an einer Zusammenarbeit zwischen den Forschungseinrichtungen und an der Durchführung von Verbünden mit Unternehmen der Industrie. Vorrangig sollen im Bereich der regenerativen Energien, insbesondere auf dem Gebiet der nachwachsenden Rohstoffe (Agroressourcen), der Biomasse und in der Forschung gemeinsame Potentiale ausgelotet werden.
  • Der Regionalrat schlägt einen eruierenden Besuch zur ldentifizierung von Kooperationsfeldern zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen beider Regionen vor. Diesem Besuch wird sich ggf. ein längerer Aufenthalt eines entsprechenden Fachexperten anschließen mit dem Ziel, konkrete Kontakte zu französische Partnern herzustellen. Die Thüringer Landesregierung und der Regionalrat der Picardie werden bilaterale Vorhaben und ggf. ihre Einbindung in europäische Forschungsprogramme nach Kräften unterstützen.

Wirtschaft

  • Die zuständigen Institutionen der Picardie und des Freistaats Thüringen unterstützen Bemühungen von Unternehmen und Einrichtungen der Wirtschaft mit dem Ziel gemeinsamer Auftritte auf internationalen Fachmessen sowie sonstige gewünschte Kontaktanbahnungen im wirtschaftlichen Bereich. Soweit ein unmittelbarer Bedarf erkennbar ist, werden Experten auch vor Ort Kooperationspotentiale prüfen.
  • Die LEG und die anderen Thüringer Institutionen setzen in Zusammenarbeit mit der Region Picardie und ihrer Institutionen ihre Bemühungen fort, die Verbindungen zwischen den Clustern in beiden Regionen herzustellen bzw. zu intensivieren. Schwerpunkt hierbei sind die Bereiche Maschinenbau sowie Kunststoffindustrie (Plasturgie). In den beiden letztgenannten Bereichen wird insbesonders eine Zusammenarbeit mit der A.R.D.( Wirtschaftsförderung der Region Picardie) angestrebt.
  • Sofern Unternehmen oder Institutionen Anträge zur Teilnahme an EU-Projekten (Verbundprojekten) planen, werden diese insbesondere vom EU-Verbindungsbüro der Thüringen Innovativ GmbH unterstützt, in der Partnerregion Picardie die erforderlichen Projektpartner zu finden. Gleiches gilt für von picardischen Unternehmen oder lnstitutionen ausgehende Vorhaben und deren Suche nach Partnern im Freistaat Thüringen.

Tourismus

Die Thüringer T ourismusgesellschaft (TTG) setzt den im Rahmend des im Mai 2006 erfolgten Besuchs von Herrn Wirtschaftsminister Reinholz vereinbarten Austausch mit den picardischen Partnern fort. Auf der Erfurter Messe besteht für die Picardie ein dauerhaftes Angebot, sich bei geeigneten Expositionen am Stand der TTG mit zu präsentieren. Auf der BUGA wird im Rahmen des Thüringen-Pavillons auch eine Präsentation der Picardie wünschenswert sein.

Hochschulen/Schulen

Beide Seiten begrüßen das Interesse und die Bestrebungen der Hochschulen, künftig noch mehr innerhalb konkreter Projekte zusammen zu arbeiten. Die betreffenden Universitäten in der Picardie werden auf direktem Weg entsprechende Vorstellungen mit den jeweils zuständigen Ansprechpartnern der Thüringer Universitäten austauschen und daran anknüpfend Fachgespräche führen.

Die Region Picardie unterstützt die Bestrebungen der Académie Amiens und des Thüringer Kultusministeriums, die Zusammenarbeit im Schulbereich bei Schüleraustausch, Unterrichtsprojekten und insbesonders bei Schulpartnerschaften auszubauen.

Diese Gemeinsame Erklärung wird in zweifacher Ausfertigung jeweils in deutscher und französischer Sprache unterzeichnet.

Chantilly, den 19. März 2OO7

Unterschriften
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