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Kultur und Berufsbildung
Kulturpolitik der Region
Unter Berücksichtigung der Vielschichtigkeiten hinsichtlich des Zugangs zur Kultur und der territorialen Aufteilung des kulturellen Angebots im Jahr 2006-2007, entwickelte der Regionalrat der Picardie in Zusammenarbeit mit Künstlern, Kulturschaffenden und öffentlichen Vertretern den Regionalplan der kulturellen Entwicklung.
Das Hauptziel der Kulturpolitik des Regionalrats der Picardie ist es, das Kulturangebot zu erweitern, um insbesondere jungen und in Schwierigkeit geratenen Picarden zu ermöglichen, sich dank einer kulturellen Bildung weiter zu entwickeln. Schon seit 2004 erhöhte der Regionalrat die Haushaltsmittel für Kultur, um die Vitalität der künstlerischen Kreation zu unterstützen. Des weiteren sieht der Regionalplan für die kulturelle Entwicklung eine Erneuerung mehrerer Maßnahmen der Kulturpolitik vor, die sich an folgenden Linien orientieren:
- Bürgernahe kulturelle Angebote und künstlerische Bildung mithilfe einer Kontaktaufnahme mit Fachleuten und Kunstliebhabern fördern.
- Die Qualität und Verschiedenartigkeit des Kulturangebots verbessern und deren Fortbestand absichern: Ausbildung und Maßnahmen zur Unterstützung in den unterschiedliche Bereichen.
- Bereitstellung im Netz und Austausch von Kompetenzen
Um die kulturelle Aktivität zu fördern bietet die Region an, EPCC (Öffentliche Einrichtungen für kulturelle Zusammenarbeit) zu gründen, deren Aufgaben mit der kulturellen Entwicklung des Territoriums in Verbindung stehen. Die regionalen Agenturen tragen im Besonderen durch die regionalen Künstler zu der Produktion von regionalen Werken bei. Schließlich spielt die Region eine wichtige Rolle in der Kulturentwicklung des Territoriums, durch die Bildung von Kulturstrukturen: Orchesterhaus der Pikardie, zeitgenössisches Kunstzentrum, Interpretationszentren des industriellen Kulturerbes, Regionales Ressourcenzentrum für Theater, Tanz, Marionetten u.a. Die Gründung einer neuen nationalen Bühne in der Oise, zusätzlich zum Kulturhaus in Amiens, wird ebenfalls in Betracht gezogen.
Wichtig ist , dass die Ziele der Kulturpolitik, die sich in dem bedeutsamen Anstieg der regionalen Haushaltsmittel von weniger als 10 Millionen Euro im Jahr 2004 auf 17 M€ im Jahr 2007 und für das Jahr 2010 in Betracht gezogenen 21 M€ angestiegen sind und das diese schon positive Auswirkungen zeigen, die es ermöglichen etwa hundert solidarische Arbeitsplätze in kulturellen Vereinigungen, neue Festivals und neue Aktionen für die künstlerische Ausbildung zu kreieren. Die Ausarbeitung des Regionalen Schemas für die kulturelle Entwicklung (SRDC) sowie die Unterzeichnung des Abkommens zur kulturellen Entwicklung mit dem Staat, sind nur Etappen einer Initiative für einen von der Region verfolgten dauerhaften Dialog.
Berufsausbildung in der Picardie
Die Berufsausbildung in der Picardie ist geprägt von der Präsenz einer starken sozialen und territorialen Vielschichtigkeit für den Zugang zu den Qualifikationsmaßnahmen.
Die wichtigsten Ziele des Regionalrats der Picardie, die im Regionalen Bildungs- und Ausbildungsregionalplan (PREF) zusammengefasst sind, bestehen darin, die Bewohner der Region, junge und erwachsene, Arbeitssuchende und Angestellte besser auf technologische und wirtschaftliche Wandel sowie Umbrüche in der Arbeitsorganisation und im sozialen Leben vorzubereiten. Das Berufsleben erfordert eine ständige Entwicklung, eine Aktualisierung der Kenntnisse und ein Know-how, was nur durch erhöhte und gezielte Anstrengungen in Bildung und Ausbildung möglich ist.
Der Regionalrat steht in enger Verbindung mit den Zielen der Wirtschaftsentwicklung der Region und unterstreicht die Rolle der Ausbildung als Ressource, die den Erfolg und die Innovationsfähigkeit von Unternehmen in einem im Umbruch stehenden wirtschaftlichen Kontext gewährleisten. Durch die Investitionen im Personalbereich wird gleichzeitig die Aktivität des Territoriums verstärkt und seine Zukunft gesichert.
Mit diesen Absichten setzt die Region Picardie Maßnahmen ein, um eine Gleichberechtigung für den Zugang der Öffentlichkeit und Territorien für Erziehung, Ausbildung und Kenntniserlangung zu garantieren. So übernimmt die Region die mit der Ausbildung zusammenhängen Kosten sowie die materielle Unterstützung für benachteiligte Personen. Schließlich, um die Mobilität der Lehrlinge und Arbeitssuchenden zu fördern, stellt sie individuelle Stipendien für Praktiken im Ausland zur Verfügung und bietet ein internationales Mobilitätsprogramm in Form von Klassenaustausch an.
Die Politik des Regionalrats zielt im Besonderen darauf ab, das Kenntnisniveau und die transversalen Kompetenzen der Person zu erhöhen, die ihr die Anpassungsfähigkeit an die unbeständigen Kontexte verleiht, um damit nachhaltig den Arbeitsplatz zu fördern. Die Region setzt die bildende/erzieherische und soziale Funktion von Sport, Kultur und künstlerischen Aktivitäten in den Vordergrund, um in Schwierigkeiten geratene Jugendliche zu mobilisieren und um ihnen zu ermöglichen, eine Unabhängigkeit zu erlangen.
Mit dem Ziel, Ungleichheiten durch die geographischen Zugangsmöglichkeiten zu mindern und um ein vielseitiges bürgernahes Ausbildungsangebot anbieten zu können, im Besonderen in den ländlichen Zonen, privilegiert die Picardie den Austausch zwischen den Akteuren in Sachen Ausbildung im Land Picardie im Rahmen des Arbeits- und Ausbildungshauses. Die Region unterstützt ebenfalls die Umsetzung einer bürgernahen Serviceleistung für Empfang, Information und Orientierung (AIO), die es jedem ermöglicht, seine berufliche Laufbahn zu konstruieren oder neu zu orientieren, dabei spielen weder Alter, noch Status oder die geographische Lokalisierung eine Rolle.