Suche
Inhalt
Typisch Picardie !
Kulturelle spezifische Besonderheiten:
Das Picardische
Die traditionelle Sprache in der Picardie, die ihre Herkunft mit dem Chti aus dem Norden von Frankreichs und anderen in einem Teil von Belgien gesprochenen Sprachen teilt.
Der picardische Teller (picardische Spiele)
Der pikardische Teller (l’assiette picarde) ist ein traditionelles Spiel für zwei oder vier Spieler und wird vor allem in Vimeu gespielt. Es besteht daraus, Holzscheiben auf einen Tisch zu werfen. Es handelt sich um ein Geschicklichkeitsspiel, welches auch Taktik verlangt. Ziel ist es, seine Teller gut vor denen des Gegners zu platzieren.
Die Spielregeln für das Spiel „L’assiette picards“ finden sie hier
Kulturveranstaltungen:
Kathedralen-Festival in der Picardie
Dieses Festival knüpft mit einer alten Musiktradition der picardischen Kathedralen an und lässt jeden September bei glanzvollen Konzerten und Tänzen die Deckenwölbungen der gothischen Gebäude widerhallen, die die ganze Welt schätzt. Während dieser Festivals werden ebenfalls ein europäischer Wettkampf der Chöre und eine Kantorei der Kathedralen in Abbeville organisiert:
Das Jazz-Festival in Amiens
Jeden März lädt der Jazz in Amiens zu einem Festival ein. Es wird von der Vereinigung „Le Tempz du Jazz“ geleitet und ist vor allem ein Event, das sich jeder Musikrichtung widmet...
Das Vogel-Festival
Mit seinen 60 km Küste ist die der Picardie die am wenigsten urbanisierte in Frankreich. Deswegen stellt die Baie de Somme einen idealen Ort für zahlreiche Vögel dar. Ihre Artenvielfalt macht aus ihr einen der interessantesten Beobachtungsorte in Europa: Fotoausstellungen, Tierreportagen, Konferenzen... ob Naturforscher oder einfach nur Naturliebhaber, jeder kommt hier auf seine Kosten!
Naturschönheiten und historische Stätten:
Die Baie de Somme
Die Somme fließt in den Ärmelkanal und formt eine Mündung von 72 km2. Die Bucht steht unter Naturschutz und ist ein bevorzugter Observationsort für die Fauna und Flora. Hunderte von Vogelarten halten hier während ihrer Migration. Das ozeanische Klima trägt zu den Freuden der Spaziergänger und Sportler bei.
Die Hortillonages
Nur wenige Schritte vom Stadtzentrum von Amiens entfernt liegen die Hortillonages (die „Hortillon“ Gemüseanbauer der Picardie) und breiten sich über fast 300 Hektar aus. Diese vom Wasser umgebenen Gärten entstanden auf den Sümpfen zu galloromanischen Zeiten und dienen noch heute zum Gemüseanbau. Die Parzellen sind durch die Kanäle unterteilt und man fährt heute noch auf Kähnen mit flachem Boden oder auch „Cornets“ Kähne genannt. Diese einzigartige Landschaft in Frankreich die Hortillonages sind im „Inventaire National des Sites“ sowie dem Weltkulturerbe der Unesco eingetragen:
Die Creuttes
Die Creuttes können um Laon herum besichtigt werden. Es handelt sich um erstaunliche Höhlenwohnungen, die in Steilküsten und Felswänden ausgehöhlt wurden. Sie dienen für Holzvorräte, Garagen oder Weinkeller. Während des Ersten Weltkrieges dienten die Creuttes als Zufluchtstätte.
Die Bocages de Thiérache
An der östlichen Grenze der Picardie beherbergt die Bocage de Thiérache eine reichhaltige Fauna. Die Thérache ist ein von der Bocage geformtes Gebiet und erscheint wie ein Mosaik von Feldern und Obstplantagen. Die Bocages spielt eine wichtige ökologische Rolle für die hydrologische Regulierung und den Bodenschutz.
Die Kathedrale von Amiens
Die Kathedrale Notre-Dame von Amiens ist durch ihr Innenvolumen (200 000 m3) die größte Frankreichs. Mit den Kathedralen von Chartres und Reims wird sie als Archetyp des klassischen Gothikstils angesehen, einschließlich der Elemente aus den nachfolgenden Phasen des Gothikstils, der Hochgothik (im Besonderen der Chorapsis) und die Spätgothik (im Besonderen die große Rosette der Ostfassade, der Nordturm und Chorstuhl). Ihre Länge beträgt 145 Meter und die Deckenhöhe 42,30 Meter (nahe der Maximalhöhe für diese Architektur).
in Frankreich steht sie seit 1862 unter Denkmalschutz, seit 1981 ist sie im Weltkulturerbe der UNESCO verzeichnet.
Handwerk und Erfindungen:
Saint-Gobain und die Picardische Tradition der Glasherstellung
Die Spiegelglasmanufaktur von Saint-Gobain wurde 1665 gegründet durch Colbert, Minister von Ludwig XIV. und sollte es Frankreich ermöglichen, ihre venezianische Glasproduktion zu senken. Als Symbol dieser Wirtschaftspolitik am Hof, war Saint-Gobain ebenfalls außergewöhnlich durch ihre Größe und Organisierung in der Industrielandschaft vom 18. Jahrhundert. Sie kannte einen bemerkenswerten Aufschwung während der Industrierevolution und gehört heute zu den zehn größten französischen Unternehmen hinsichtlich der Umsatzzahlen.
Das Familienhaus Godin in Guise
Die Stadt von Guise beherbergt ein architektonisch außergewöhnliches Ensemble, das zwischen 1856 und 1883 von dem Unternehmer Jean-Baptiste Godin erbaut wurde. Goudin ließ sich von den Ideen des Sozio-Utopisten Charles Fourier inspirieren und erbaute einen „sozialen Palast“ für die Arbeiter und Ingenieure seiner Fabrik für Gusseisenpfannen. Das Familienhaus von Guise beherbergte im 19. Jahrhundert 500 Gemeinschaftsunterkünfte mit einem avantgardistischen Komfort, eine Schule, Kinderkrippen und ein Theater in einem Park über 6 Hektar. Sein selbstverwaltendes Konzept funktionierte bis 1968. Heute mobilisieren sich eine große Anzahl von Akteuren um das Projekt Utopia, welches diesen Ort aufwerten und sich Besuchern öffnen soll.
Kulinarische Spezialitäten:
Die Crème Chantilly
Es handelt sich um eine leicht gesüßte und mit Vanille parfümierte geschlagene Sahne, um Desserts mit ihr zu dekorieren. Sie wurde 1661 von François Vatel erfunden, einem Konditor und Organisator von Feiern auf dem Schloss von Vaux-le-Vicomte und anschließend im Schloss von Chantilly, zum Anlass eines prunkvollen Diners, zu dem auch König Ludwig XIV. geladen wurde.
Die Makronen von Amiens
Eine Spezialität aus Amiens seit dem 16. Jahrhundert. Diese Makrone ist ein kleiner weicher und körniger Kuchen, der aus einer Basis aus Mandelteig, Früchten und Honig hergestellt wird.
Der Gâteau battu
Der geschlagene Kuchen ist ein Brioche mit einer hohen zylindrischen Form. Er wird aus Eigelb, Mehl und Butter hergestellt. Es ist vor allem eine Spezialität aus Abbeville, die damals bei Familienfeiern, Dorffesten und zu Ostern gegessen wurde.
Der Maroilles
Der Maroilles ist ein für das Land Thiérache im Osten der Picardie typischer Käse. Er hat eine glatte rot-orangefarbene Kruste und ist weich und sahnig. Durch seinen nicht übertriebenen pikanten Geschmack wird der Maroilles für regionale Rezepte verwendet wie den Maroilles-Kuchen.
Die Ficelle Picarde
Dieses Gericht wurde in den 60iger Jahren von den Gastwirten aus Amiens für ein Menü während einer Ausstellung kreiert. Indem sie ihr Know-how sowie ihre Fantasie spielen ließen, kreierten sie ein gesalzenes Crêpe mit einer Scheibe Schinken und geschnetzelten Pilzen, das in einer cremigen Sauce überbacken wird.
Sie finden das Rezept in französisch sowie ein Video auf:
Berühmte Persönlichkeiten:
Charlemagne (742 - 814)
Charlemagne war der älteste Sohn von Pépin Le Bref und wurde in einer der königlichen Paläste im Tal von Aisne oder Oise geboren und wurde zum König von Noyon ernannt. Nach dem Tod seines Bruders vereinte Charlemagne beide Teile des Königreichs unter seiner Regentschaft, die sein Vater auf beide Söhne aufgeteilt hatte. Er wurde vom Papst 800 zum Kaiser gekrönt und kontrollierte ein riesiges Territorium, das dass heutige Frankreich und Deutschland einschloss.
Jean Calvin (1509 - 1564)
Jean Calvin wurde in Noyon in der Picardie geboren und ist der französische Reformgründer. Wegen der Perkussionen der französischen Hugenotten emigrierte er nach Straßbourg, Basel und Genf. Indem seine Unterweisung in der christlichen Religion, eine Darstellung der Doktrine über die Reformatoren, die ursprünglich in lateinisch 1536 veröffentlicht wurde, in Französisch übersetzt wurde, trug dazu bei, die französische Sprache zu festigen.
Marquis de Condorcet (1743 - 1794)
Marie Jean Antoine Nicolas de Caritat, Marquis von Condorcet, Mathematiker und Philosoph, geboren in Ribemont, wurde Abgeordneter von Aisne für das nationale Abkommen während der französischen Revolution. Als Progressiver und als letzter Philosoph der Aufklärung, verteidigte er die Abschaffung der Sklaverei, unterstützte die Gleichberechtigung der Geschlechter und empfahl die Ausbildung, um den intellektuellen und geistigen Fortschritt der Gesellschaft abzusichern. Dadurch, dass er sich gegen den Tod von Ludwig XVI aussprach, trug dazu bei, dass er in den Augen der Jakobiner als verdächtig galt und sie ihn in das Gefängnis warfen, wo er 1794 starb.
Jean de la Fontaine (1621 - 1695)
Seine Fabeln sind Meisterwerke der französischen klassischen Literatur und ebenfalls in Deutschland bekannt („Der Rabe und der Fuchs“, ...). Er wurde in Château-Thierry in Aisne geboren und schrieb auch Verse in der Pikardischen Sprache.
Jules Verne (1828 - 1905)
Die Abenteuerromane von Jules Verne gingen um die Welt. Der Schriftsteller von „20 000 Meilen unter dem Meer“ oder „Von der Erde zum Mond“ verbrachte einen langen Zeitraum seines Lebens in Amiens. Der geniale Visionär war auch ein ergebener Gemeinderat, der leidenschaftlich an der Politik der Stadt Amiens teilnahm.
Alexandre Dumas (1802 - 1870)
Der Schriftsteller der « Drei Musketiere » und dem « Grafen von Monte-Cristo wurde in Villers-Cotterêts im Süden der Picardie geboren und bestattet.
Coco Chanel (1883 - 1971)
Die berühmte Modeschöpferin Gabrielle Chanel, bekannt in der ganzen Welt unter dem Namen „Coco Chanel“ lebte in Compiègne und Croix-Saint-Ouen. In der Picardie realisierte sie ihre ersten Kreationen, die die weibliche Mode im 20. Jahrhundert revolutionierte, darunter ihr berühmtes schwarzes Kleid. Das Unternehmen Chanel bleibt der Picardie treu und verfügt hier heute über drei Produktionsstätten (Parfums, Kosmetik und Accessoires).
Edouard Branly (1844 - 1940)
Der Universitätsphysiker wurde in Amiens geboren und erfand 1890 einen Fritter auch Kohärer genannt, der zum Hauptorgan von Geräten zum kabellosen Telegrafenempfang wurde.