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Thüringen: Wirtschafts- und Technologiestandort
Nach dem Fall der Berliner Mauer im Jahr 1989 ist Thüringen heute wieder ein dynamischer, innovativer Wirtschaftsstandort in der Mitte Europas. Das höchste Wirtschaftswachstum aller Bundesländer seit 1991, die niedrigste Arbeitslosenquote der neuen Länder und, gemessen an der Bevölkerungszahl, eine überdurchschnittlich hohe Zahl von Industriebeschäftigten und Unternehmen belegen das. Im Freistaat werden Mikroskope, Planetarien, Schaltkreise, Autos, Medizintechnik und Solaranlagen gebaut. Von Lufthansa und Rolls-Royce über Daimler, Opel und Siemens bis zu IHI oder Masdar: Viele international agierende Unternehmen haben den Standort Thüringen für sich entdeckt, hier investiert und Arbeitsplätze geschaffen.
Die Stärke Thüringens sind seine vielen mittelständischen Betriebe und eine große Branchenvielfalt.
Thüringer Kernbranchen sind
- Optik und Optoelektronik in Jena bzw. Ostthüringen (Jenoptik, Zeiss, Schott, LDT u. a.)
- Pharmazie, Medizintechnik und Biotechnologie in Jena (Jenapharm, Carl Zeiss Meditec AG, Cybio AG)
- Automobilherstellung und Zulieferung in Eisenach und Umgebung (Adam-Opel-AG, Robert Bosch GmbH, FER Fahrzeugelektrik GmbH)
- Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik in Erfurt und Umgebung (Thesys GmbH, Erfurt, X-FAB Semiconductor Foundries GmbH, Erfurt, Antec Solar GmbH, Arnstadt)
- Informationstechnik in Sömmerda und Jena (Fujitsu-Siemens, Sömmerda, Intershop Communications, Jena)
- die Kunststoffverarbeitung und Werkstofftechnik im Raum Ostthüringen,
- Solartechnik und Maschinenbau in der Region Erfurt,
- der Maschinen- und Werkzeugbau in Südthüringen,
- sowie das Ernährungsgewerbe entlang der Thüringer Städtekette an der Autobahn A4.
Thüringen bietet beste Rahmenbedingungen für erfolgreiche Investitionen und Unternehmen: zentrale Lage, gut ausgebaute Infrastruktur, hochmotivierte und qualifizierte Fachkräfte, Investoren- und Unternehmerservice aus einer Hand sowie eine hohe Lebensqualität in einem kulturell und landschaftlich reizvollen Umfeld. Kompetenter Ansprechpartner ist die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen.
Thüringen verbindet Tradition mit Innovation: Neben traditionellen Kompetenzen werden die Chancen neuer Technologien genutzt. Die Thüringer Landesregierung setzt dabei auf die enge Vernetzung zwischen Wissenschaft und Forschung, der Wirtschaft und der Politik. Hierdurch haben sich zahlreiche zukunftsträchtige Unternehmungen entwickelt - der überwiegende Teil der Thüringer Unternehmen ist in Wachstumsbranchen tätig. Die ersten Unternehmen, wie Jenoptik AG, Jena; Mühl AG, Kranichfeld; Intershop Communications Inc. Jena; Cybio AG, Jena; Carl Zeiss Meditec AG, Jena; Analytik AG, Jena und Geratherm Medical AG Geschwenda konnten sich an der Börse platzieren.
Thüringen hat sich in den vergangenen Jahren zu einem weltweit anerkannten Forschungs- und Technologiestandort entwickelt. Voraussetzung war die Schaffung einer Forschungsinfrastruktur, die wissenschaftliche und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zusammenführt. Die erfolgreiche Zusammenarbeit von Ernst Abbe, Otto Schott und Carl Zeiss in Jena steht auch heute noch für das fruchtbare Zusammenspiel von Wirtschaft und Wissenschaft in Thüringen.
In der „Denkfabrik Thüringen“ wurde die Optik als Wissenschaft und Industriezweig begründet, hier wurden Mikroskop, Thermometer und hitzebeständiges Glas erfunden, hier wurden die Grundlagen der modernen Zelltheorie gelegt, Elektroenzephalogramm und Röntgenröhre entwickelt, von hier aus trat die Evolutionstheorie ihren Siegeszug in Deutschland an. Heute kommen z.B. Nanomessmaschinen, Laserprojektoren, kompostierbare Kunststoffe oder das IOSONO-Audiosystem aus Thüringen. Auch das Design-Konzept des Bauhauses ist eine Idee aus Thüringen.
Zur Forschungslandschaft in Thüringen gehören heute neben 9 Hochschulen 15 leistungsfähige Einrichtungen renommierter Institutionen wie der Max-Planck-Gesellschaft, der Fraunhofer-Gesellschaft und der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz sowie weitere außeruniversitäre Forschungsinstitute. Der Erfolg spiegelt sich inzwischen vor allem in der Zusammenarbeit dieser Forschungseinrichtungen wider. Mit ihren verschiedenen Kompetenzen bilden sie in Thüringen ein international konkurrenzfähiges wissenschaftliches Netzwerk.